Der Bergbunkerkomplex eines deutschen Generals, der seit 1945 verborgen war, wurde entdeckt…

Ein deutscher Offizier verschwand 1945 — Jahrzehnte spƤter wurde ein geheimer Kommandobunker in den Bergen entdeckt

Im Mai 2024 brach nach starken Regenfällen ein Wanderweg nahe Birch Tescade in Deutschland ein und legte eine Betonwand tief unter dem Waldboden im Gebirge frei. Zunächst gingen die Rettungskräfte davon aus, dass es sich lediglich um ein altes Bauwerk in der Gegend handelte. Bei der weiteren Untersuchung entdeckten sie jedoch eine Stahltür, die in einen versiegelten Kommandobunker aus dem Zweiten Weltkrieg führte.

Den vor Ort gefundenen Hinweisen zufolge stand die Anlage mit General Kurt von Lieberman in Verbindung, einem deutschen Offizier, der im Mai 1945 zusammen mit einer kleinen Gruppe enger Mitarbeiter verschwand. Über viele Jahre blieb ihr Schicksal ungeklärt.

Der Bunker war in den letzten Kriegsmonaten tief in den Bayerischen Alpen errichtet worden. Er umfasste mehrere FunktionsrƤume, darunter einen Kommandoraum, Schlafquartiere, einen Kommunikationsbereich, LagerrƤume und einen Archivraum. Die abgelegene Lage, das schwierige GelƤnde und der sorgfƤltig verborgene Zugang erklƤren, warum die Anlage so viele Jahrzehnte unentdeckt blieb.

Die im Inneren gefundenen Unterlagen deuten darauf hin, dass der Bunker nicht nur als vorübergehender Rückzugsort diente, sondern auch als geschützter Aufbewahrungsort für wichtige militärische und administrative Dokumente aus der Endphase des Krieges. Ein wesentlicher Teil des Materials scheint aus Berichten, Personalakten, Verwaltungsunterlagen und weiteren historisch bedeutsamen Dokumenten zu bestehen.

Persönliche Aufzeichnungen und Tagebucheinträge, die von von Lieberman stammen sollen, legen nahe, dass er diese Unterlagen bewahren und nach einer Stabilisierung der Nachkriegslage an die alliierten Behörden übergeben wollte. Die Unordnung und Unsicherheit der unmittelbaren Nachkriegszeit scheinen jedoch verhindert zu haben, dass dieser Plan wie vorgesehen umgesetzt werden konnte.

Spätere Archivfunde in den USA und in Deutschland sprechen dafür, dass von Lieberman sich im Juni 1945 tatsächlich zusammen mit elf weiteren Personen den amerikanischen Militärbehörden stellte. Er soll Angaben zum Lagerort des Archivs gemacht haben, doch die damaligen Ermittler konnten den Bunker nicht finden, weil der Eingang außergewöhnlich gut verborgen war.

Nach einer Überprüfung wurde er 1946 entlassen und lebte bis zu seinem Tod im Jahr 1952 zurückgezogen in München. Seine Familie scheint nie die ganze Geschichte erfahren zu haben, und möglicherweise wusste auch er selbst nie, dass das Archiv über Jahrzehnte unentdeckt blieb.

Heute befinden sich die aus dem Bunker geborgenen Dokumente in der Obhut des Bayerischen Hauptstaatsarchivs und werden digitalisiert sowie wissenschaftlich ausgewertet. Für Historiker liefert der Fund wertvolles Material zur Erforschung der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs und zeigt, wie wichtige historische Quellen in Zeiten des Umbruchs für Generationen verloren gehen können.

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